Gilsbach

Gilsbach ist mit seinen 671 Einwohnern der zweitkleinste Ort der Gemeinde Burbach. Umgeben von 824,5 ha Wald und Flur, die zum Ort Gilsbach gehören, lieg das Dörfchen nahe dem Drei-Ländereck NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Gesammtfläche von Gilsbach beträgt 8,25 qKm.

In einer Urkundenrolle aus dem Jahre 1350 verweist der Name des "Johanne von Gyltzbach gebrudere" erstmals auf das zum Gebiet des Freien Grundes gehörige Dorf Gilsbach. In Urkunden aus dem 15. Jahrhundert, die die Untertanenschaft der Dorfbewohner zu den Grafen von Nassau bezeugen, wird der Ort unter den Bezeichnungen "Giltzbach", "Gilczbach" oder auch "Giltzpach" geführt. Die Erwähnung eines Hofes "Obere Gilßbach" belegt das Vorhandensein einer oberen Siedlung, während in späterer Zeit nur noch die Siedlung unten im Tal Erwähnung findet.

Die Bauart der Fachwerkhäuser lässt weniger auf das Erscheinungsbild eines typisch siegerländischen, als auf ein stärker hessisch-nassauisch geprägtes Ortsbild schließen, ein Beleg für enge Beziehungen zum benachbarten Dilltal.

Im 19. Jahrhundert bot die aufkommende Industrialisierung neue Erwerbsmöglichkeiten, und Gilsbach entwickelte sich zu einem Bergarbeiterdorf. Die Männer des Dorfes fanden vor allem auf der Eisenerzgrube Bautenberg in Wilden und in den Gruben um Neunkirchen eine Anstellung. Mit dem Ausklingen des Bergbaus im 20. Jahrhundert waren das Baugewerbe und die Eisen- und Metallindustrie die Haupterwerbszweige der Gilsbacher.

1969 verlor die damalige Gemeinde Gilsbach, im Zuge der Gemeindegebietsreform, ihre Eigenständigkeit und wurde ein Ortsteil der Gemeinde Burbach.

(Quellen: u.A.: Zitate aus Dieter Pfau in: "Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein" und Veröffentlichungen der Gemeinde Burbach).

Dorfsteckbrief (PDF-Download)

Der Ort


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Dorfplatz


Insektenhotel


Denkmal